“Das kannst du viel besser!”
schnaubte der Deutschlehrer und katapultierte mein Aufsatzheft durchs Klassenzimmer. Ein Akt, der mein Leben prägte, denn was immer ich in den vergangenen 40 Jahren zu Papier zu bringen hatte, tat ich im Bestreben, es besser zu machen.
Seither liebe ich es, über Sätzen zu brüten, umzuformulieren, nach Synonymen zu suchen, abzuändern, holprige Stellen zu glätten, Passagen eleganter auszuarbeiten, das Geschriebene etwas ruhenzulassen, die letzten Korrekturen vorzunehmen, um dann festzustellen: So ist es gut.